Die Forderungen entsprechen den wesentlichen Anregungen und Wünschen, wie sie von den Anwohnern in der Einwohnerversammlung am 9. Januar 2020 öffentlich vorgestellt und diskutiert worden sind. „Vor allem in der Rush-Hour bordet der Verkehr über und damit kommt es zu gefährlichen Verkehrssituationen“, erklärt der CDU-Bezirksverordnete Guido Pschollkowski.

DREI MAßNAHMEBÜNDEL SIND VORGESEHEN

Der Antrag sieht drei Maßnahmebündel vor. Kurzfristig sollen die bestehenden Tempo-30-Abschnitte durch zusätzliche großflächige Markierungen auf dem Fahrdamm, insbesondere in der Manfred-von-Richthofen-Straße und der Boelckestraße, deutlicher markiert werden. Die Polizei soll um zusätzliche Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen gebeten werden. Gefordert wird als dritte kurzfristige Maßnahme das Aufstellen von sogenannten Dialogdisplays.
Mittelfristig fordern die Antragsteller vom Bezirksamt, in enger Zusammenarbeit mit der Anwohnerinitiative Gartenstadt Neu-Tempelhof die Installation von Pollern, Schranken oder anderer Einfahrtsbeschränkungen zu prüfen.
Dazu sagt der Bezirksverordnete Guido Pschollkowski: „Die Poller sind zumindest zu Stoßzeiten in Betrieb zu nehmen, wobei sicherzustellen ist, dass Einsatz- und Rettungsfahrzeuge nicht behindert werden.“
Und der Bezirksverordnete der CDU, Harald Sielaff ergänzt: „Das Bezirksamt soll sich unverzüglich an die zuständigen Stellen in der Senatsverwaltung wenden, um den Takt der Ampelschaltung Tempelhofer Damm/Manfred-von-Richthofen-Straße (Süd) zugunsten des Tempelhofer Damms zu ändern.“

ES BEDARF EINER SCHLÜSSIGEN GESAMTVERKEHRSPLANUNG

Als eher langfristige Maßnahme wird eine schlüssige Gesamtverkehrsplanung gefordert. Diese müsse jedoch unverzüglich und gemeinsam mit anderen zuständigen Stellen angegangen beziehungsweise beschleunigt werden, so Guido Pschollkowski und Harald Sielaff. „Die Planung muss sowohl die Anwohnerinteressen in der Gartenstadt angemessen berücksichtigen, als auch den drohenden Verkehrskollaps aufgrund der ab 2022 geplanten Baumaßnahmen auf dem Tempelhofer Damm abwenden.“
Abschließend äußert Harald Sielaff: „Es wird höchste Zeit, jetzt zu handeln und sich nicht hinter einem – noch zu erstellenden – Gesamtkonzept zu verstecken.“

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