Insofern begrüßt die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, dass der Bezirksbürgermeister von Mitte, von Dassel (Grüne), genau diesen Schritt mit der in Kürze startenden flächendeckenden Befragung der Anwohnerinnen und Anwohner von Tiergarten-Süd (Kurfürstenkiez) gegangen ist. Ganz anders das Verhalten der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), in deren Verantwortungsbereich der südliche Teil des Kurfürstenkiezes liegt.
„Obwohl schon seit Monaten bekannt, hat Frau Schöttler keinerlei Initiative ergriffen, um auf eine gemeinsame Umfrage beider Bezirke hinzuarbeiten. Stattdessen bezeichneten sie und einige Bezirksverordnete der SPD in der BVV-Sitzung am 17.01.2018 diese Umfrage als tendenziös und lehnten deswegen eine Befragung der Menschen vor Ort ab. Tendenziös ist jedoch eher das Verhalten des Bezirksamtes, indem es gerade nicht auf die Anwohner zugeht und sich stattdessen lediglich als Beschützer der Prostituierten stilisiert“, kritisiert der CDU-Bezirksverordnete Christian Zander.

Zander fährt fort: „Wer wirklich etwas für die Prostituierten und für die Anwohner verbessern will, der kann nicht einfach alles so weiterlaufen lassen wie bisher. Offenbar hat die Bezirksbürgermeisterin Angst vor den Anwohnern und davor zu erfahren, wie groß die Probleme im Kurfürstenkiez tatsächlich sind. Denn sie müsste wohl eingestehen, dass ihre Politik völlig am Problem vorbei geht. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie sich gegen diese Umfrage als Form der Bürgerbeteiligung ebenso sperrt wie bereits zuvor gegen eine Anwohnerversammlung im Kurfürstenkiez.“

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