Kernfunktion des Beauftragten für Antisemitismus soll die Koordination der Aufklärungsprojekte im Bezirk sowie die Kontaktpflege zu Bildungseinrichtungen und Trägern der Jugendhilfe sein. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten des Bezirks angedacht.

Für die Projektfinanzierung wird der Bezirk 20.000 Euro Fördermittel für das Jahr 2019 bereitstellen. Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Nachbarschaftsheime sowie andere ähnliche Institutionen können damit ihre Workshops und Projekttage mit bis zu 2.000 Euro finanzieller Hilfe organisieren.

Matthias Steuckardt, Fraktionschef der CDU: „Jüdisches Leben gehört zu Tempelhof-Schöneberg – für Antisemitismus, egal welcher Ausprägung, ist in unserem Bezirk kein Platz! Bisher haben wir zu antisemitischen Angriffen immer klar Stellung bezogen, aber solche Reaktionen reichten nicht aus. Jetzt schaffen wir die Voraussetzungen, koordiniert und vorbeugend offensiv gegen alle antisemitischen Bestrebungen vorzugehen.“

Christian Zander, schulpolitischer Sprecher der CDU: „In letzter Zeit mussten wir leider immer wieder antisemitische Vorfälle an Schulen feststellen. Die Umsetzung unseres Antrages wird dafür sorgen, dass die Schulen und Jugendfreizeitstätten vom Bezirk unterstützt werden, um präventiv antisemitischen Vorfällen Einhalt zu gebieten.“

Bereits in der BVV-Sitzung vom 18. April 2018 forderte die CDU-Fraktion das Bezirksamt auf, zeitnahe ein Konzept zur Bekämpfung von Antisemitismus vorzulegen. Die Beratung sollte auf Ende des Jahres verschoben werden. Auf Druck der CDU-Fraktion wurde bereits jetzt der Beschluss gefasst. „Sicherheit und Ordnung muss für jeden Tempelhof-Schöneberger gelten – egal welcher Abstammung, oder welchen Glaubens! Daher ist eine Intensivierung der Maßnahmen gegen Antisemitismus absolut notwendig“, so der Fraktionsvorsitzende Steuckardt.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag