Die geplante Verdichtung und Schaffung von deutlich mehr Wohneinheiten führt dazu, dass die Bestandsmieter im Rahmen der anstehenden Baumaßnahmen ihre Wohnungen verlassen müssen. Abgesehen davon, dass die meisten Betroffenen seit Errichtung der Häuser vor über 40 Jahren hier wohnen und damit auch eine soziale Gemeinschaft gebildet worden ist, scheinen die Angebote der in der Kritik stehenden Wohnungsbaugenossenschaft eher halbherzig. Die Mietverträge beinhalten zwar lebenslanges Wohnrecht in ihren jetzigen Wohnungen, einige Verlautbarungen des Vermieters verbreiten allerdings Angst und Verunsicherung unter der Mieterschaft.
Unser Abgeordneter Florian Graf sagte zu, zeitnah ein Gespräch mit dem Vorstand der Genossenschaft zu suchen, um die aufgeworfenen Fragen im Sinne der Mieter zu klären. „Ziel muss sein,“ so die CDU-Bezirksverordnete Schmidt-Krüger, “das Projekt auch für die Bestandsmieter positiv zu belegen. Dazu muss das Thema auch in der BVV weiterverfolgt und vom Bezirksamt Einfluss bei der Entwicklung des Projekts genommen werden.“ Marienfelder Vielfalt, so der Name dieses Bauprojektes, sollte am Ende nicht Austausch und Vertreibung der Mieterschaft, sondern eher Miteinander und Füreinander von Alt- und Neumietern bedeuten.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag