Die Pfadfinder sind derzeit in einem ehemaligen Gebäude des Grünflächenamtes Tempelhof-Schöneberg beheimatet, dem sog. Gutshof. Das Gebäude wurde durch die Pfadfinder in tausenden von ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden aufwändig umgestaltet, renoviert und ausgebaut. Finanziell wurden dafür Eigenmittel und Spenden in sehr beträchtlicher Höhe aufgewandt. Die aktuell vorhandenen Räumlichkeiten und Außenanlagen erlauben den rund 130 jungen Pfadfinderinnen und Pfandfindern überdies das – insbesondere für Stadtkinder – so wichtige Erkunden und Erleben der Natur. Gleichzeitig ist das Gelände zentrumsnah und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar – ideale Bedingungen also!


Davon haben sich der CDU-Fraktionsvorsitzende, Matthias Steuckardt, und die Bezirksverordneten Hagen Kliem, selbst Pfadfinder, und Patrick Liesener im Rahmen des Pfadfindersommerfests vor Ort überzeugt. Begleitet wurden Sie von dem Bürgerdeputierten und Vorsitzenden der Jungen Union Tempelhof-Schöneberg, Christopher Lawniczak.

In diesem Areal sind durch das Vorhaben „Neue Mitte Tempelhof“ jedoch umfassende Veränderungen angedacht. Bei der geplanten Umstrukturierung des Gebiets sollen insbesondere die Gebäude von Bibliothek, Schwimmbad, Polizei und Bezirksamt neu verteilt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Errichtung von neuen Wohnungen und einer Kindertagesstätte, auf dem Gutshof, geplant. "Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg begrüßt und unterstützt die sog. neue Mitte Tempelhof ausdrücklich. Dennoch sind wir der Auffassung, dass durch das Vorhaben die Jugendarbeit und das ehrenamtliche Engagement der Pfadfinder auf dem Gutshof, die beispielhaft sind, nicht gefährdet werden darf", so Matthias Steuckardt.

Die CDU-Fraktion wird daher zur nächsten BVV-Sitzung am 19. September 2018 einen Antrag einbringen, der das Bezirksamt verpflichtet, alle Möglichkeiten zum Erhalt der wichtigen ehrenamtlichen Arbeit auf diesem Gelände zu prüfen.

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