Erst nach einem Vierteljahr Suche konnte das Bezirksamt auf eine kleine Anfrage mitteilen: "Nach längerer Suche konnte durch die aktive Mithilfe des Straßen- und Grünflächenamtes herausgefunden werden, dass die rote Telefonzelle aus Barnet derzeit in der alten Garage auf dem Posthof des Rathauses Tempelhof gelagert wird. Aus dem öffentlichen Straßenland vor dem Rathaus Tempelhof am Tempelhofer Damm musste sie bereits vor Jahren geborgen werden, um die Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen. Sie befindet sich in einem "traurigen" Zustand. Neben der verwitterten und abgeblätterten Farbe fehlen auch die Fensterscheiben."

„Das 70. Jubiläum des Endes der Berliner Luftbrücke im kommenden Jahr sollte willkommener Anlass sein, die freundschaftliche Verbundenheit Deutschlands und insbesondere Berlins zu Großbritannien in den Fokus zu rücken. Dies gilt umso mehr, da ein "harter Brexit" immer wahrscheinlicher wird. Hierzu kann der Bezirk Tempelhof-Schöneberg beitragen, indem er die typische, rote Telefonzelle als Zeichen der Partnerschaft mit Barnet wieder öffentlich zugänglich macht.“, so Matthias Steuckardt, Vorsitzender und kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Deshalb hat die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg zur August-Sitzung der BVV beantragt, dass die Kosten einer Restaurierung in Erfahrung gebracht werden und geprüft wird, wo im Rathaus Tempelhof die wieder öffentlich zugänglich gemacht werden kann. Dier Antrag wurde zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bibliotheken, Bildung und Kultur überwiesen und wird in einer öffentlichen Sitzung am 6. September 2018 beraten.

Die Städtepartnerschaft zwischen Tempelhof und Barnet besteht seit 1955 und ist Ausdruck der Verbindung beider Bezirke durch die Luftbrücke. Damals tankten die "Rosinenbomber" bei der Zwischenlandung auf dem Flughafen Hendon, bevor sie nach Tempelhof weiterflogen. Die Benennung der in Lichtenrade gelegenen Barnetstraße ist Ausdruck dieser Städtepartnerschaft.

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