Am S-Bahnhof Buckower Chaussee entfällt der Parkplatz komplett, am U-Bahnhof Alt-Mariendorf drohen ebenfalls Teil- oder Komplettverlust und am S-Bahnhof Lichtenrade entfallen bald Teilflächen.

„Dies ist ein fatales Signal und ein Schritt in die falsche Richtung!“, so Zander. „Für die CDU-Fraktion ist ein ausreichendes Angebot von P+R-Parkplätzen ein entscheidender Baustein und Anreiz dafür, mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen zu lassen. Gerade im Süden des Bezirks gibt es wie überall am Berliner Stadtrand Wohngebiete, wo weder Bus noch Bahn fußläufig zu erreichen sind. Deshalb reichen schon heute die vorhandenen P+R-Parkplätze nicht aus“, so der Bezirksverordnete aus Lichtenrade.

Eines der wichtigsten Ziele bleibt der Ausbau des ÖPNV. Dieser muss ausreichend leistungsfähig sein, um die Bedarfe einer wachsenden Stadt zu befriedigen und zugleich diejenigen aufnehmen zu können, die von anderen Verkehrsmitteln – insbesondere dem Pkw – auf Bus und Bahn umsteigen. Dazu gehören neben einem modernen Fuhrpark, dem Ausbau des Streckennetzes und dichteren Taktzeiten auch eine Ausweitung des Angebots von P+R-Parkplätzen; und das nicht nur in Brandenburg, sondern auch und gerade in den Außenbezirken.

„Der Senat und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sind dringend aufgefordert, ein übergeordnetes P+R-Konzept zu erstellen und zügig umzusetzen. Derzeit verstärkt sich jedoch der Eindruck, dass die Leistungsfähigkeit der Straßeninfrastruktur absichtlich verschlechtert wird, während die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV vom Senat verschlafen wird. Der noch halbwegs funktionierende Verkehrsmix in Berlin droht daher, schon sehr bald zusammenzubrechen“, warnt der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Steuckardt.

kleine Anfrage 71, P&R-Parkplätze

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