Dennoch wird der bundeseigene Eisenbahnkonzern den Bahnhof Südkreuz im Dezember womöglich für drei ganze lange Jahre von der stark frequentierten ICE-Verbindung nach München über Leipzig und Nürnberg beziehungsweise Frankfurt am Main abkoppeln – wegen Bauarbeiten zwischen Berlin und Jüterbog. Die Arbeiten sollen abschnittsweise im laufenden Betrieb erfolgen. An der Baustelle fahren Züge dann langsamer. Das kostet Fahrzeit!

Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Lisa-Cathrin Winter:
„Wir begrüßen durchaus die Anstrengungen der Bahn, das Zugsicherungssystem zu optimieren. Trotzdem darf es nicht sein, dass die DB die verlorene Zeit einsparen möchte, indem sie den Halt an einer so wichtigen Station wie dem Südkreuz streicht. 174.000 Fahrgäste nutzen den Bahnhof täglich.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Dittmar hebt hervor:
„Schon mit Blick auf den öffentlichen Personennahverkehr ist die Infrastruktur im Bezirkssüden, ja des ganzen Berliner Südens ausbaufähig. Da sollten Reisende nicht auch noch im Fernverkehr abgehängt werden.“

Für die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg reicht es nicht, dass zum Beispiel der Berliner Senat hier auf vorhandene Kapazitäten des Hauptbahnhofs verweist, die die gegebenenfalls steigenden Passagierzahlen bewältigen können.
Lisa-Cathrin Winter und Daniel Dittmar: „Berlin ist nicht nur der Innenstadtring! Wir rufen die Deutsche Bahn auf, eine Alternative zu suchen, die die Streichung des Bahnhofs Südkreuz als ICE-Halt nach München überflüssig macht.“

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