In den Ortsteilen am südlichen Stadtrand gibt es keine Recyclinghöfe mehr. Die Nutzung eines Recyclinghofes ist für die Bevölkerung mit einer erheblichen Wegstrecke verbunden. Illegales Abstellen von Sperrgut und sonstigen unbrauchbaren Gegenständen auf den Bürgersteigen ist die Konsequenz. Zudem führen gewerbliche Straßensammlungen in den Wohngebieten regelmäßig zu Restbeständen und sind damit ein zusätzlicher Grund für Müllverschmutzungen im Straßenland.

„Die Sperrmüllabfuhr durch die BSR sollte durch eine erleichterte Selbstanlieferung entlastet werden. Auch die Senatsumweltverwaltung hat sich kürzlich für ein dichteres Netz an Abgabestellen der BSR ausgesprochen, wo die Bürger ihre Altwaren entsorgen können. Mit einer solchen Reform kann der illegalen Entsorgung von Sperrmüll wirksam begegnet werden. Für die Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirks sollte es wieder leichter werden, diesen unproblematisch und auf völlig legale Weise loszuwerden“, erklärt der CDU-Bezirksverordnete Hagen Kliem.

Recyclinghöfe im Süden und Norden des Bezirks

Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg beantragte in der April-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung, dass das Bezirksamt sich für wohnortnahe Recyclinghöfe der BSR einsetzen soll. Hierbei soll sowohl der Süden des Bezirks, wo bereits vor Jahren der letzte BSR-Hof geschlossen wurde, als auch der Norden, dessen Recyclinghof am Bahnhof Südkreuz zukünftig entfallen soll, berücksichtigt werden.

Zudem spricht sich die CDU-Fraktion dafür aus, dass auf allen Recyclinghöfen die Abgabe aller Arten von Altwaren möglich sein sollte, damit diese mit dem Projekt „Re-Use“ wiederverkauft oder ggf. umweltgerecht entsorgt werden können. Ebenso sollten Schadstoffannahmen angeboten werden.

„Recyclinghöfe sind ein notwendiges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger und ein wichtiges Instrument im Kampf für mehr Sauberkeit und gegen den Müll im öffentlichen Raum. Sauberkeit im Bezirk bedeutet auch eine intakte Umwelt. Diese brauchen wir in einem liebens- und lebenswerten Bezirk“, stellt Kliem fest.

Als Mitantragssteller unterstützt die SPD-Fraktion diesen Vorstoß. Auch die Fraktionen der FDP und der Linken sprechen sich für ein dichteres Netz bei den Recyclinghöfen aus.

„Dass die AfD-Fraktion sich enthält, zeigt uns, welche Relevanz dieses Thema für deren Bezirksverordnete hat – nämlich keine“, bemerkt Kliem und führt weiter fort: „Besonders unverständlich ist aber, weswegen die Grünen gegen unseren Antrag stimmten. Schließlich ist ihre Bezirksstadträtin Heiß zuständig für die illegale Müllentsorgung im Bezirk. Damit entfällt für Frau Heiß nun aber jedweder Grund sich zu beschweren, dass ihr Amt deutlich überlastet sei, wenn solche Vorschläge zur Entlastung abgelehnt werden“, so Hagen Kliem.

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