„Spritzenfunde in Parks, oder gar in Sandkästen auf Kinderspielplätzen, können wir in keiner Weise hinnehmen. Hier geht es nicht nur um einen sauberen Bezirk, sondern viel mehr um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Tempelhof-Schöneberg. Eine Melde-Hotline gegen Drogenmissbrauch erscheint unserer Fraktion als unabdingbar. Umso mehr sind wir darüber enttäuscht, dass unser Vorschlag von den anderen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung abgelehnt wurde“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Matthias Steuckardt.

Antrag abgelehnt, doch was nun?

Das Bezirksamt hat am 29. Januar 2019 in einer Einwohnerinformationsveranstaltung über "Maßnahmen zur Verringerung der Drogenproblematik in Schöneberg" mitgeteilt, dass es Drogenmissbrauch in der Öffentlichkeit, Spritzenfunde und vergleichbare Beobachtungen sammeln und kartieren wolle.

Nach der Ablehnung des CDU-Antrags auf die Einführung einer Melde-Hotline für die Bürgerinnen und Bürger kommt nun die legitime Frage auf, wer dies besser könne, als die Bevölkerung selber? Die Tempelhof-Schöneberger könnten im Rahmen einer Melde-Hotline direkt, transparent und unbürokratisch ihre Beobachtungen dem Bezirksamt schildern.

Mit geringem Aufwand Lösungen schaffen

Harald Sielaff, CDU-Bezirksverordneter, erklärt hierzu: „Natürlich ist unsere Fraktion darüber im Klaren, dass die Personalsituation des Bezirks es nicht erlaubt, für diese Hotline eine 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche besetzte Telefonzentrale einzurichten. Ein Anrufbeantworter unter einer einprägsamen Nummer, bzw. eine einfache E-Mail-Adresse, ist hingegen mit nur geringem Aufwand realisierbar. Dies wäre eine unbürokratische Lösung zur Meldung von Drogenmissbrauch und dessen Begleiterscheinungen.“

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