Auf historischen Abbildungen ist in der Mitte eines karoförmig angelegten Platzes eine gepflegte Rasenfläche zu sehen. Vereinzelt sind Bäume und Büsche gepflanzt. Ähnlich wie noch heute auf dem Viktoria-Luise-Platz sorgte hier im Wagnerviertel Friedenaus eine Fontäne in der Mitte der Anlage für die Belebung der Szenerie.

So kann der Platz nicht bleiben

„Eine solche Pracht ist längst Geschichte, die nicht wiederkehren wird“, bedauert der Friedenauer CDU-Verordnete Philipp Seehofer. Gleichwohl kann der Cosimaplatz so nicht bleiben, meint die Unionsfraktion im Tempelhof-Schöneberger Bezirksparlament. „Im Moment gibt es an diesem Platz nur eine ungepflegte Wiese“, sagt Philipp Seehofer.

Nachbarschaftsgärten anstelle einer ungepflegten Wiese

Die Christdemokraten haben daher in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 18. November 2020 mit einem Antrag das Bezirksamt aufgefordert, die Grünanlage ansprechend herzurichten. Er ist zur weiteren Beratung in den zuständigen Fachausschuss überwiesen worden. „Insbesondere wollen wir prüfen lassen, ob nicht Nachbarschaftsgärten angelegt werden können“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar. In Hochbeeten könnten die Nachbarn des Cosimaplatzes selbst Gemüse und Blumen pflanzen – ein angemessener Brückenschlag in die neue Zeit und in ein Berlin als Hauptstadt des „Urban Gardening“.

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