Verzicht auf Gebühren bedeutet Entlastung für Gastwirte

Weniger Tische bedeuten weniger Gäste und infolgedessen bedeutend weniger Umsatz. Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg will daher die gastronomische Vielfalt, die ein Wesensmerkmal des Bezirks ist, erhalten und die Gastwirte finanziell entlasten.

Die Christdemokraten schlagen in einem Antrag für die nächste Sitzung am 27. Mai 2020 vor, in diesem und auch im kommenden Jahr auf Gebühren für die Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes bei der Außenbewirtschaftung zur Gänze oder in Teilen zu verzichten. Bereits bezahlte Gebühren sollen zurückerstattet werden.

Der Bezirk kann hier unbürokratisch für ein wenig Entlastung für die stark betroffene Gruppe der Gastronomie sorgen und damit die lokale Wirtschaft direkt stärken.

Mehr Fläche für die Außenbestuhlung

Eine weitere Entlastung bringt es, die Flächen der Außengastronomie 2020 und 2021 so zu vergrößern, dass mehr Tische und Stühle platziert werden können. „Das schafft einen Ausgleich für die vorgeschriebene starke Reduzierung der Bestuhlung“, sagt der CDU-Bezirksverordnete Harald Sielaff, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten.

Infektionsrisiko sinkt

„Es ist selbstverständlich darauf zu achten, dass die Ausweitung nicht zu Konflikten mit Verkehrsteilnehmern, Fußgängern und Menschen mit Behinderungen führt und die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar. Und der sozial- und gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Guido Pschollkowski, ergänzt: „Durch die stete Belüftung der Außenbereiche ist dort das Infektionsrisiko im Vergleich zu Innenräumen geringer. Daher sollten möglichst viele Außengastronomieplätze geschaffen werden.“

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