„Es müssen unbedingt die vorhandenen Wohnungsbaureserven aktiviert werden, um dem steigenden Bedarf an Wohnraum in der Innenstadt decken zu können. Der Dachgeschossausbau kann dazu einen erheblichen Beitrag leisten. Eine 2015 im Auftrag der damaligen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt angerfertigte Studie zeigt, dass der Dachgeschossausbau über 4000 zusätzliche Wohneinheiten in Tempelhof-Schöneberg ergeben würde“, erklärt Ralf Olschewski, Stadtentwicklungssprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Das Bezirksamt soll sich für die Jahre 2019-2021 eine Zielzahl von jährlich 150 fertiggestellten Wohnungen durch ausgebaute Dachgeschosse setzen. Für die Jahre 2022-2023 sollen es jährlich 200 fertiggestellte Dachgeschosswohnungen sein. Dabei ist die bisher restriktive Genehmigungspraxis im Bezirk so weiterzuentwickeln, dass mehr Wohnraum geschaffen werden kann.

Zum Wohle der Wohnungssuchenden

„In den Jahren 2013-2017 wurden in Tempelhof-Schöneberg gerade mal 196 Wohnungen fertiggestellt. Das sind weniger als 40 Wohnungen pro Jahr, womit in unserem Bezirk mit Abstand am wenigsten Wohnungen fertiggestellt wurden. Vergleichbare Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg- Wilmersdorf oder Pankow erreichen im gleichen Zeitraum zwischen 993 und 2011 Wohneinheiten. An dieser Entwicklung sollte sich unser Bezirk zum Wohle der Wohnungssuchenden orientieren. Der Bezirk sollte daher die Möglichkeiten der gezielten, gebietsbezogenen Werbung für den Dachgeschossausbau sowie die Zusammenarbeit mit den Vermieterverbänden umfangreich prüfen“, erklärt Ralf Olschewski.

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