Hier gehört eine Fahrradampel hin!

Ein verträgliches Miteinander von Fußgängern und Radfahrern sieht die CDU-Fraktion an der Baustelle in der Yorckstraße gefährdet.

Ralf Olschewski, verkehrspolitischer Sprecher der Christdemokraten im Tempelhof-Schöneberger Bezirksparlament, erklärt die kritische Situation: „Der Fahrradweg führt an der Stelle über den Fußweg. Radfahrer haben keinerlei Signal, stehenzubleiben. Fußgänger sind in Gefahr, reihenweise umgefahren zu werden.“
Die CDU-Fraktion fordert daher, dass die Baustellenampel vor dem Hellweg-Baumarkt um eine Fahrradampel ergänzt wird.

Kein Marathonlauf zum Ersatzbahnsteig!

Am Bahnhof Lichtenrade werden es Bahngäste – vor allem Senioren und Menschen mit Behinderung -, die zu Fuß unterwegs sind, schwer haben, den künftigen Ersatzbahnsteig bequem zu erreichen.
Die beiden CDU-Verordneten aus Lichtenrade, Hagen Kliem und Patrick Liesener, sind verärgert: „Die Deutsche Bahn, die hier baut, plant nämlich nur einen einzigen Zugangsweg – und der ist mehrere hundert Meter lang! Wir fordern daher kurze und barrierefreie Wege und keinen Marathonlauf. Der Ersatzbahnsteig sollte sowohl über den Pfarrer-Lütkehaus-Platz direkt als auch über die Alte Mälzerei zu erreichen sein. Die Anbindung der Bahnhofstraße und des Reviers Lichtenrade muss sichergestellt werden. Das Bezirksamt soll sich mit der Bahn ins Benehmen setzen.“

Moderne umlegbare Poller sind gefragt

Brenzlig kann es wiederum für Fußgänger und Fahrradfahrer in der ehemaligen Rosenheimer Straße zwischen Münchener und Heilbronner Straße werden. Die dort installierten Poller, die den Fuß- und Radweg sowie spielende Kinder vor dem motorisierten Verkehr schützen sollen, können für Noteinsätze der Polizei und Feuerwehr herausgenommen werden. Das verleitet Unbefugte leider allzu häufig, die Poller zu entfernen und einfach ins Gebüsch zu werfen; mit der Folge, dass Mopeds, Motorräder und Kraftfahrzeuge unerlaubt durchfahren.
„Die herausnehmbaren Poller müssen gegen moderne, umlegbare ausgetauscht werden, oder man muss auf andere Weise wirkungsvoll sperren“, so der CDU-Verkehrspolitiker Ralf Olschewski.

Eine Maßnahme aus einem Paket

Viele Kinder und Jugendliche kommen mit dem Fahrrad zur Schule. Die Schüler der anliegenden Schulen in der Hohenstaufenstraße warten schon lange auf die dringend benötigte Aufstockung von Fahrradbügeln. Sie sollen auf dem Straßendreieck vor der Sankt Franziskus-Schule installiert werden.
„Die zusätzlichen Fahrradbügel sind eine der geforderten Maßnahmen in unserem Antrag zur Aufwertung der Grünflächen Hohenstaufenstraße 1-2 vom Dezember 2020“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar. „Wir haben sie jetzt aus dem Paket herausgegriffen, damit das Bezirksamt die notwendige Prüfung des Standorts endlich veranlassen kann.“

Fahrradstraße ja – aber m i t Pkw-Stellplätzen

Der Umwandlung der Belziger Straße in eine Fahrradstraße stimmt die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg grundsätzlich zu. Da ihr Blick in der Verkehrspolitik aber nicht auf einzelne Verkehrsarten verengt ist, bezieht sie den fließenden und ruhenden Autoverkehr in ihre Überlegungen mit ein. Hinsichtlich der Fahrradstraße Belziger Straße bedeutet das: Hier muss Längs- wie Querparken möglich sein. Sonst entfallen mehr als 80 Parkplätze. Der Bezirk ist aufgefordert, die Ausführungsplanung für die Belziger Straße noch einmal zu überprüfen.
Rückendeckung erhalten die christdemokratischen Verordneten von dem beauftragten Gutachter. „Nach seiner Aussage sind in vielen deutschen und europäischen Städten Fahrradstraßen mit längs und quer angelegten Parkplätzen zu finden. In Berlin kann ich die Bergmannstraße in Kreuzberg anführen, und ihr Straßenprofil ist mit dem der Belziger Straße vergleichbar“, unterstreicht Ralf Olschewski.

Ein Verkehrskonzept ist unumgänglich

Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert ein schlüssiges Verkehrskonzept für den neu entstehenden Kiez „Schöneberger Linse“. Warum? „Voraussetzung für ein buntes, lebendiges und lebenswertes Quartier ist auch, dass Menschen, die dort wohnen und arbeiten, nicht flächendeckend mit dem zu erwartenden Durchgangsverkehr belastet werden. Es gilt ihn da einzuschränken, wo er nicht notwendig ist“, sagt Fraktionschef Daniel Dittmar.

Die CDU-Fraktion hat einen ganzen Strauß von Ideen, wie dieses Ziel zu erreichen ist: Eine Begrenzung der Geschwindigkeit in den Wohnstraßen des Kiezes, intelligente Ampelschaltungen, ein System von Einbahnstraßen sowie die Unterbindung der Zufahrt von der A103 in die Ella-Barowsky-Straße (ehemaliger Tempelhofer Weg). In der Ella-Barowsky-Straße entstehe wieder eine Schule. Hier seien alle erdenklichen Maßnahmen für einen sicheren Schulweg zu ergreifen, so die Verordneten der CDU.

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