Zu wuchtig

„Das wird ein zu wuchtiges Gebäude“, sagt der CDU-Verordnete Patrick Liesener über das Vorhaben auf einer Brache in der Mariendorfer Friedenstraße. Geplant sind ein Gebäude mit Seminar- und Geschäftsräumen und Café sowie eine Moschee. Das Bauprojekt in traditionell orientalischer Optik soll ein Türkisches Kulturzentrum werden und ist bereits behördlich genehmigt worden.

Britta Schmidt-Krüger, Mariendorfer CDU-Bezirksverordnete in der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung, kritisiert das Bezirksamt. „Das geplante Gebäude direkt gegenüber der denkmalgeschützten Dorfkirche fügt sich nach den derzeitigen Planungen aus unserer Sicht nicht gut in die Umgebung ein.“

Kritik an Minaretthöhe

Patrick Liesener: „Vor allem die Höhe des Minaretts macht uns zu schaffen. Es wird den Charakter des Dorfkerns verändern. Stünden Moschee und Kulturzentrum weiter weg, wäre das aus städtebaulicher Sicht für uns weniger bedenklich. So aber ist das Ganze einfach nicht stimmig.“

Bedenkliche Parkplatzsituation

Ebenso bedenklich ist für die CDU-Fraktion die künftige Parkplatzsituation. Vorgesehen werden auf dem Gelände lediglich zwei Parkplätze. „Zum jeweiligen Freitagsgebet und zu Veranstaltungen des Kulturzentrums sind deutlich mehr Besucher zu erwarten. Die werden nicht alle aus der unmittelbaren Umgebung kommen oder, wenn von weiter her, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen“, schätzen Liesener und Schmidt-Krüger. Schon heute ist die Parkplatzsituation prekär, mit der jetzigen Planung ist ein Verkehrschaos vorprogrammiert, so die CDU-Verordneten.

Anerkennung der freiheitlich-demokratischen-Grundordnung##

Daneben sollte angesichts von Presseberichterstattungen zum Vorhabenträger geklärt werden, welche Haltung der Verein zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung hat. Patrick Liesener: „Denn nur wer auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht, ist in Tempelhof-Schöneberg willkommen.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag