"Vor 15 Jahren wurde die 23-jährige Hatun Sürücü von Ihrem Bruder erschossen. Es war ein sogenannter Ehrenmord. Damals wie heute bewegt mich Hatuns Tod sehr. Jedes Jahr gibt es etwa zehn Ehrenmorde in Deutschland, zudem über 500 drohende bzw. vollzogene Zwangverheiratungen im Namen der Familienehre", erklärt der CDU-Bezirksverordnete Harald Sielaff, der am 7. Februar 2020 an der Gedenkveranstaltung zum 15. Todestag von Sürücü teilnahm.

"Als Vertreter meiner Kolleginnen und Kollegen aus der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg nahm ich am Gedenken in Tempelhof statt. Hier wurde sie an einer Bushaltestelle erschossen.
Als CDU-Fraktion sagen wir ein ganz klares Nein zu solchen grausamen und unmenschlichen Verbrechen! Wir sind froh, dass es eine Organisation wie Papatya gibt, welche Frauen, die von Zwangsheirat oder Verschleppung bedroht sind, hilft. Im August des letzten Jahres wurde ein Dringlichkeitsantrag unserer Fraktion, mit dem wir uns für die finanzielle Sicherstellung des Online-Beratungsangebots von Papatya einsetzen, von der BVV angenommen", so Sielaff.

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