Per Antrag in der November-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatten die Christdemokraten das Bezirksamt aufgefordert, bei der Deutschen Bahn um die Beseitigung der Graffiti an der Bahnbrücke über Sachsendamm und A 100 zu bitten. Offenbar waren die beleidigenden Schriftzüge zuvor niemandem aufgefallen.
„Bei den Schmierereien über die ganze Länge der Brücke handelte es sich um eine Herabwürdigung von Repräsentanten des Staates und damit von uns allen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar.

Warum noch eine Debatte im Ausschuss?

Ärgerlich war dann nur, dass der Antrag zunächst noch zur weiteren Debatte in den Ausschuss für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten überwiesen wurde, wo doch die Sachlage glasklar war: „Wie richtigerweise auch bei Hakenkreuzschmierereien gehört so etwas umgehend entfernt“, sagt der christdemokratische Verordnete Daniel Dittmar.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Die Linke enthält sich bei der Schlussabstimmung

Die Behandlung in der Ausschuss-Sitzung im Januar war kurz. Das Gremium votierte gegen die Stimmen der Linken für die Beseitigung der Beleidigungen an der Bahnbrücke. Die Bezirksverordnetenversammlung ist der Ausschuss-Empfehlung gefolgt. Der Antrag der CDU auf Beseitigung der diffamierenden Graffiti wurde beschlossen. Die Linke enthielt sich. „Das ist ein kleiner Erfolg im Kampf gegen Hassbotschaften“, so Daniel Dittmar.

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