300 Parkplätze fallen weg

Auf dem Tempelhofer Damm wird in diesem Jahr in beiden Richtungen ein geschützter Fahrradstreifen eingerichtet, für den im Abschnitt zwischen U-Bahnhof Alt-Tempelhof und Ullsteinstraße alle ca. 300 Parkplätze wegfallen sollen. Wegen des erwarteten Parksuchverkehr rechts und links des Te-Damms greift die grüngeführte Verkehrsverwaltung zum Mittel der Parkraumbewirtschaftung. Mehrere Parkbereiche im gesamten Ortsteil Tempelhof zwischen der A 100 im Norden und dem Teltowkanal im Süden sowie der Komturstraße im Osten und dem Schöneberger Südgelände im Westen auf einer Gesamtfläche von rund 6 Quadratkilometern sind geplant.

„Wir haben es hier mit einem massiven Eingriff in die Verkehrssituation Tempelhofs zu tun. Aus unserer Sicht besteht dafür keine Notwendigkeit, Alternativen liegen auf der Hand. Die vorgestellten Planungen lehnen wir ab, da so ein einvernehmliches Miteinander der verschiedenen Verkehrsarten nicht erreicht wird“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar.

Alternative: Fahrradnebenrouten zügig ausbauen!

Die Union in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg kritisiert auch, dass keine Ersatzparkplätze vorgesehen seien.

Viel wichtiger und sinnvoller als diese massive Neuaufteilung des Straßenlandes mit allen negativen Folgen wäre es, Fahrradnebenrouten zügig auszubauen, so die Meinung der CDU-Fraktion. Denn für den Fahrradverkehr sollte in diesem Bereich dringend etwas getan werden.

Tiefschlag für den gebeutelten Handel am Te-Damm

„Für die Gewerbetreibenden am Te-Damm und ihre Kunden wird sich nach den Planungen des Bezirksamts vieles verändern. Wird der Lockdown einmal aufgehoben, brauchen die Händler jeden Kunden – das wird zukünftig komplizierter“, so Daniel Dittmar überzeugt.

Parkraumbewirtschaftung in Tempelhof, aber nicht im Friedenauer Norden

Daniel Dittmar, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten: „Es stellt sich zudem die Frage, warum hier außerhalb des S-Bahnrings Parkraumbewirtschaftung eingerichtet werden soll, jedoch nicht im Norden Friedenaus, wie wir es seit langer Zeit fordern und die BVV dazu Beschlüsse gefasst hat.“

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