Etwa 55 Tonnen Hundekot bleiben täglich auf Berlins Straßen liegen. So gilt seit dem 1. Januar 2019 eine Tütenpflicht für alle Hundehalter. Ob diese auch tatsächlich durchgesetzt werden kann, ist fraglich.

Aufgrund auslaufender Werberechtsverträge zwischen der Dog-Stations-Betreiberfirma Wall und dem Land Berlin, sollen die Stelen mit Hundekottüten-Ausgabe abgebaut werden. Dies möchte die CDU-Fraktion verhindern.

Dog Stations sollen bleiben!

So erklärt Bezirksverordenter Patrick Liesener: "Der bisherige Beutel-Service darf im Bezirk nicht ersatzlos wegfallen, sondern sollte ausgebaut werden. Es gibt einen Bedarf und jeder Hundehaufen in einer Mülltonne ist ein Gewinn für die Sauberkeit in unserem Bezirk!"

Liesener hat daher beantragt, die noch bestehenden Dog Stations in Tempelhof-Schöneberg weiterhin zu erhalten. Außerdem soll geprüft werden, wie das Angebot im Bezirk ausgeweitet werden kann. Den Antrag können Sie hier einsehen.

Ausweitung des Angebots

Bereits 2015 forderte die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg die weitere Errichtung der sogenannten Dog Service Stations, damit weniger Kot auf den Straßen, dafür aber mehr in den Mülltonnen, landet. Hierbei ging es der Fraktion besonders um eine Ausweitung des Angebots der Tüten-Stelen auch in den südlichen Ortsteilen des Bezirks (Lichtenrade, Mariendorf und Marienfelde), da die bisherigen Dog Stations sich lediglich im Norden Tempelhof-Schönebergs befanden.

Der BVV-Beschluss konnte damals nicht umgesetzt werden, weil "die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ab dem Jahr 2019 eine Neuordnung der Werberechte im öffentlichen Straßenland [plant]". Weiter hieß es in der Mitteilung, dass vor diesem Hintergrund eine Ausweitung bzw. ein Neuabschluss von langfristigen Kooperationen werberechtlicher Art zumindest damals nicht vorgesehen war.

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