"Als künftige Nutzung wären Gewerbe, Handwerk, Büros oder Künstlerateliers denkbar. Hierbei sollte insbesondere in Absprache mit den angrenzenden Anliegern und Eigentümern eine funktionierende Erschließung des Geländes vorbereitet werden", erklärt Hagen Kliem, CDU-Bezirksverordneter.

In den 40er Jahren wurde der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex als Rüstungsfabrik der Borsig AG errichtet. Nach dem Krieg gab es diverse Nutzungen als Lebensmitteldepot der Alliierten, seit den 60er Jahren als Jugendgästehaus und später als Altenheim, Waisenhaus und zuletzt als Wohnheim für obdachlose Männer. Seitdem der Träger im Jahr 2002 aus finanziellen diese Einrichtung schließen musste, steht der Komplex in weiten Teilen leer. Lediglich die ehemaligen Produktionshallen werden aktuell zum Abstellen von Bussen oder als Werkstätten genutzt.

Viel Flächenpotential

Christian Zander, Geschäftsführer der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, erklärt hierzu: "Die umliegenden Gewerbegebiete platzen inzwischen aus allen Nähten, die Nachfrage nach Flächen und Objekten kann nicht mehr vollständig befriedigt werden. Das leerstehende Baudenkmal bietet jedoch einiges an Flächenpotential, um zumindest einen kleinen Teil der Nachfrage unter Umständen auffangen zu können."

Ein Nachteil ist die unzureichende Erschließung, die als erstes in Absprache mit allen Beteiligten als Basis einer künftigen Entwicklung gesichert werden muss. Durch den Bau der Dresdner Bahn ändert sich die Erschließungssituation für viele Anlieger gravierend, so dass in diesem Zusammenhang auch über die Erschließung dieses Standortes grundsätzlich nachgedacht werden kann.

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