Das Corona-Virus hält die Bundesrepublik in Atem. Auch in Tempelhof-Schöneberg treffen uns die Auswirkungen der Epidemie auf allen Ebenen hart. Die Bundesregierung tritt der Krise mit einem hunderte Milliarden Euro schweren Hilfspaket entgegen.

Die Gesundheitsämter ackern!

"Auch wir können im Bezirk etwas beitragen! Wichtig ist, dass wir Tempelhof-Schöneberger an einem Strang ziehen. Das beginnt beim besonnenen Einkaufen statt Hamstern, bei der Berücksichtigung der Hygienevorschriften und Abstandsempfehlungen und bei der Solidarität gegenüber den Älteren und Schwächeren", so Guido Pschollkowski, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Weiter erklärt Pschollkowski: "Die Gesundheitsämter ackern! Auch in unserem Bezirk wurden die Kapazitäten im Gesundheitsamt deutlich erhöht und dennoch müssen Anfragen priorisiert bearbeitet werden. Selbstverständlich werden und müssen Infektionsfälle bevorzugt bearbeitet werden."

Der Gesundheitspolitiker appelliert an uns alle: "Suchen Sie nicht bei dem kleinsten Schnupfen den Rat beim Gesundheitsamt. Informieren Sie sich stattdessen vorerst im Internet, bspw. auf der Seite des Robert-Koch-Instituts. Sollte sich dann Ihre Vermutung erhärten, melden Sie sich auf jeden Fall beim Gesundheitsamt.

Wir danken Ihnen und allen, die in dieser Krisensituation den Laden – also unser Land, unsere Stadt, unseren Bezirk – am Laufen halten.

Wichtig ist, dass wir alle großes Verständnis dafür haben müssen, dass nicht immer alles bei den Beratungsstellen oder in den ambulanten Einrichtungen wie auch in den Krankenhäusern reibungslos verläuft. Nichtsdestotrotz: Meine Kolleginnen und Kollegen aus der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg und ich ziehen vor den vielen Mitarbeitern im medizinischen Dienst den Hut. Wir danken Ihnen und allen, die in dieser Krisensituation den Laden – also unser Land, unsere Stadt, unseren Bezirk – am Laufen halten."

Für die Zukunft stellt der Gesundheitspolitiker fest: "Wenn wir Corona überwunden haben, wird es perspektivisch nötig sein, bundesweit mehr Ärzte in die kommunalen Gesundheitsämter zu bekommen. Hier geht es darum, vor allem die Bezahlung besser zu machen. Der Beruf 'Arzt im öffentlichen Gesundheitsdienst' muss wieder attraktiver werden, damit Ausnahmesituationen wie jetzt personell besser geschultert werden können."
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Solidarische (Wirtschafts-)Hilfe

Hagen Kliem, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion und selber Unternehmer spürt, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Wirtschaft hat: "Als Taxi-Unternehmer bemerke ich spürbar, wie die Kundschaft ausbleibt. Vor dem Hintergrund des Infektionsschutzes ist es richtig und nötig, dass die Bürger zu Hause bleiben, denn die Gesundheit geht vor.

Dennoch folgt der körperlichen Existenz die wirtschaftliche. Viele Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer verzweifeln in diesen Tagen. In dieser Situation müssen wir Tempelhof-Schöneberger uns besonders solidarisch zeigen. Das beginnt dabei, dass wir unsere Schrippen beim Bäcker um die Ecke holen. Dass wir in unseren Restaurants oder dem Friseur in der Nachbarschaft Gutscheine für die Zeit nach dem Virus erwerben. Und dass wir vielleicht auch als Vermieter zwei Augen zudrücken, wenn der Mieter diesen Monat mal nicht die Miete pünktlich zahlen kann, weil ihm das Geld durch die Krise fehlt. Wenn wir alle ein bisschen einstecken, tut es uns allen kaum weh, retten aber viele Existenzen."

Es ist nicht die Zeit für Panik, Pessimismus oder gar Jähzorn. Gefragt sind jetzt: ein kühler Kopf, die nötige Flexibilität und empathische Nachsicht.

Gebot der Stunde und besonders lobenswert ist das Netzwerken zwischen den Unternehmen. So werden beispielsweise Restaurants kurzerhand zu Cateringfirmen, die anderen Unternehmen das Essen liefern. Das nenne ich unternehmerische Solidarität. Heute ist nicht die Zeit für ungestüme Rivalität, heute müssen wir an einem Strang ziehen, um unsere Volkswirtschaft am Leben zu halten. Es ist nicht die Zeit für Panik, Pessimismus oder gar Jähzorn. Gefragt sind jetzt: ein kühler Kopf, die nötige Flexibilität und empathische Nachsicht", so der Wirtschaftspolitiker.

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