So hat die grundsätzliche Ablehnung des nachträglichen Ein- oder Anbaus von Fahrstühlen in Milieuschutzgebieten eine unerfreuliche Nebenwirkung für Senioren.

Der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Ralf Olschewski, führt aus:
„Das Beispiel des Hauses in der Gustav-Müller-Straße 17a macht deutlich, dass ein fehlender Aufzug den Senioren einen Verbleib in ihrer langjährigen Wohnung in oberen Etagen unmöglich macht. Es kann aber nicht Sinn der Erhaltungsverordnung sein, dass angestammte Mieter oder Wohnungseigentümer verdrängt werden, nur weil der Milieuschutz nicht flexibel gehandhabt wird.

Die CDU-Fraktion fordert, den Milieuschutz stärker am demographischen Wandel auszurichten und die geltenden Prüfkriterien für Aufzugeinbauten in Milieuschutzgebieten ergebnisoffen zu gestalten, damit alteingesessene Bewohner wegen der Absage an einen Lifteinbau nicht verdrängt werden. Sonst wird der Fall der Gustav-Müller-Straße 17a zur Regel.

Ralf Olschewski sieht hierfür erste Anzeichen.
„Ich weiß schon heute von 14 betroffenen Häusern. Da mittlerweile für ganz Schöneberg und weite Teile Tempelhofs Milieuschutz gilt, werden ältere Menschen und solche mit Gehbehinderung in nicht allzu ferner Zukunft aus diesen Kiezen komplett ausgeschlossen. Deshalb brauchen wir dringend eine Anpassung der Prüfkriterien.“

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