Union erzielt breiten Konsens in der Bezirksverordnetenversammlung

Die Christdemokraten konnten sich mit der Forderung nach einer Aussetzung des Heizpilzverbots und damit für eine Unterstützung der Gastronomie im Bezirk durchsetzen. Der Unionsantrag wurde um zwei Maßgaben ergänzt: Zum einen sollen dort, wo es möglich ist, elektrisch betriebene Wärmeinfrarotstrahler eingesetzt werden. Zum anderen wurde das Bezirksamt aufgefordert, über Maßnahmen nachzudenken, die die Klimaneutralität befördern. Eine Möglichkeit wäre das Pflanzen von Bäumen.
Die FDP trat dem ergänzten Antrag bei. In der folgenden Abstimmung votierten nur die Grünen gegen die Heizpilze. „Aber die Grünen erklären nicht, wie sie den Gastwirten abgesehen von Finanzspritzen des Staates helfen wollen“, kritisiert der Unionsverordnete Christian Zander.

Gastronomie drohen sonst weitere, schmerzhafte Umsatzeinbußen

Die Gastronomie gehört zu jenen Branchen, die von der Pandemie besonders schwer getroffen wurden. War es den Gastwirten dank anhaltend schönem Sommerwetter bisher möglich, ihre Gäste unter Einhaltung der AHA-Regeln draußen zu bewirten und so die dramatischen Umsatzeinbußen etwas abzufedern, stellt sich mit der einsetzenden kühleren Witterung wieder die Existenzfrage. Denn es ist längst nicht ausgemacht, dass Gäste auch gerne drinnen Platz nehmen wollen; und wenn sie es tun sollten, dann aufgrund der Abstandsregeln nicht mehr in so großer Zahl wie noch vor der Pandemie im vergangenen Winter. Weitere schmerzhafte Umsatzeinbußen sind vorprogrammiert.

Heizpilze in dieser Ausnahmesituation erlauben!

„Die Hilfe muss jetzt greifen. Die Gastronomen brauchen jetzt diese Unterstützung. Wir sollten es Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf gleichtun. Sie haben schon coronabedingt Heizpilze für diese Wintersaison erlaubt“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Liesener.
„Es würde sich um eine einmalige Aufhebung des Verbots handeln“, betont der Schöneberger CDU-Verordnete Harald Sielaff. „Es gäbe den Wirten aber die Möglichkeit, auch im Winter ihre Außenbereiche zu nutzen. Die Gefahr einer Virus-Übertragung ist an der frischen Luft geringer“, so Sielaff, der auch dem Ausschuss für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten vorsitzt.

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