Mit dem Konzept der „Neuen Mitte Tempelhof“ soll das in die Jahre gekommene Zentrum Tempelhofs städtebaulich neugeordnet und modernisiert werden. Entlang des belebten Tempelhofer Damms und der Götzstraße sowie inmitten von denkmalgeschützten Parkanlagen sollen 500 neue Wohnungen entstehen sowie die zentralen sanierungsbedürftigen öffentlichen Gebäude wie Rathaus, Bibliothek und Stadtbad an anderen Standorten im Gebiet nach modernen Standards und aktuellen Anforderungen neu errichtet werden.

Unterstützenswertes Vorhaben

„Die ‚Neue Mitte Tempelhof‘ ist eine riesige Chance für unseren Bezirk. Das Schwimmbad, die Polizeistation und auch die Bibliothek sind in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Im Rahmen des vorgestellten Konzepts sollen diese Gebäude in unmittelbarer Nähe neu entstehen und wären somit durchgängig nutzbar. Außerdem benötigt unser Bezirk dringend weitere Büroarbeitsplätze für seine Mitarbeiter und – wie in ganz Berlin – bedarf es natürlich auch in Tempelhof zusätzlicher Wohnungen. Daher begrüßt die CDU-Fraktion dieses Vorhaben ausdrücklich“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Steuckardt.

„Natürlich gibt es auch Vorbehalte gegenüber diesem Vorhaben, beispielsweise die Sorge vor mehr Lärm im Wohnquartier oder Verlust von Lebensqualität durch weniger Grün. Daher ist es wichtig, die Anwohnerinnen und Anwohner so früh wie möglich in diesen Prozess mit einzubinden. Mehrere Bürgerveranstaltungen fanden bereits statt und mit dem Kulturfest am vergangenen Wochenende wurde ein weiteres, niedrigschwelliges Angebot unterbreitet, sich mit diesem Vorhaben auseinanderzusetzen. Als Kulturpolitiker freue ich mich sehr darüber, dass hierfür ein Kulturfest gewählt wurde, denn die Kultur wird eine zentrale Rolle bei diesem Bauvorhaben spielen. Geplant ist ein sogenannter Kulturbaustein, in der ersten Reihe – direkt am Tempelhofer Damm. Auch wenn ‚Kulturbaustein‘ möglicherweise etwas sperrig klingt, so wird dieses Gebäude das kulturelle Angebot im Ortsteil Tempelhof maßgeblich bereichern. Geplant ist, die Volkshochschule und die Bibliothek in einem Gebäude zu konzentrieren, was dauerhaft ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm garantiert“, so Steuckardt.

Bedarf an Parkplätzen bislang nicht ausreichend berücksichtigt

Bereits vor dem Fest hat die CDU-Fraktion einen Antrag eingebracht, wonach im Rahmen der Erstellung eines integrierten Mobilitäts- und Verkehrskonzepts für das Fördergebiet Neue Mitte Tempelhof zu prüfen wäre, inwieweit Quartiersgaragen für den ruhenden Verkehr errichtet werden können. Denn dem Thema „Parkplätze“ wird aus Sicht der der CDU-Fraktion bei den aktuellen Planungen noch nicht ausreichend Bedeutung beigemessen. Dieser Vorstoß wurde zur Beratung in einen Fachausschuss überwiesen.

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