Im ersten Antrag geht es um den für eine Verkehrswende ganz entscheidenden Ausbau von P+R-Anlagen.
Hierzu äußert die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Lisa-Cathrin Winter:
„Nur so bekommen wir die Anzahl der einpendelnden Autos in die Innenstadt reduziert. Daher fordern wir das Bezirksamt auf, sich beim Senat für den Bau von P+R-Anlagen einzusetzen, an Bahnhöfen der S-Bahnlinie 2 im Bezirkssüden und gegebenenfalls auch im Tarifbereich C, etwa in Blankenfelde oder Mahlow; im letzteren Fall dann in Absprache mit dem Land Brandenburg. Darüber hinaus sollte der Bau eines Parkhauses geprüft werden.“

Hagen Kliem, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Bezirksverordneter in Lichtenrade, weist auf den Mangel einer Analyse der Senatsverwaltung hin:
„Es wurden nur brandenburgische Bahnhöfe, nicht aber Bahnhöfe in den Berliner Stadtrandbezirken unter die Lupe genommen.“

Noch einmal Lisa-Cathrin Winter:
„Das Ergebnis der erwähnten Potenzialanalyse war, dass an Brandenburger Bahnhöfen Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder fehlen. In der Konsequenz sind 16 Bahnhöfe, in erster Linie Regionalbahnhöfe, ausgewählt worden, an denen P+R-Plätze entstehen sollen. Im Süden von Berlin ist lediglich der Bahnhof Zossen auf der Auswahlliste. An der Strecke der S2 ist der Bau einer P+R-Anlage nicht vorgesehen. Ich weise darauf hin, dass beispielsweise am Bahnhof Blankenfelde 400 Pkw-Stellplätze benötigt werden.“

Der X83 bedient eine wichtige Buslinie, die von Lichtenrade über Lankwitz und Steglitz bis nach Zehlendorf verläuft, mit Haltestellen an den Bahnhöfen Schichauweg, Lankwitz und Rathaus Steglitz. Mehrere Schulen und Einrichtungen der Freien Universität befinden sich an der Strecke.

„In einem zweiten verkehrspolitischen Antrag fordern wir via Bezirksamt die BVG auf, ihren Fahrplan der Buslinie X83 so anzupassen, dass der Zehn-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen Nahariyastraße und Nahmitzer Damm beziehungsweise Marienfelder Allee abends um eine Stunde bis 21 Uhr und sonnabends von 10 bis 20 Uhr ausgedehnt wird“, erklärt die CDU-Verkehrsexpertin Lisa-Cathrin Winter.

Die CDU betont zudem, dass der X83 auch während der Bauarbeiten an der Dresdner Bahn eine wichtige Ausweichmöglichkeit darstellt und eine enge Taktung daher wünschenswert ist.

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