Pop-up-Radwege nach Gerichtsurteil unverantwortbar

Nach Presseberichten sind in Berliner Bezirken inzwischen 8 solche Radwege entstanden, 600 000 Euro teuer.
Begründet hat man sie mit der Corona-Pandemie. „Das hat das Gericht offenbar nicht überzeugt“, erklärt Daniel Dittmar, Vorsitzender der Unionsfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg. Daniel Dittmar, der auch Sprecher für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten seiner Fraktion ist, macht deutlich: „Nach dem jetzt gesprochenen Urteil wären Anstrengungen seitens des Bezirksamts, solche Radwege einzurichten, nicht zu verantworten.“

Kapazitäten des Bezirksamts sinnvoll einsetzen

Der Verkehrsexperte der Union in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Ralf Olschewski, gibt zu bedenken: „Wir haben in unserem Bezirk zwar noch keine Pop-up-Radwege. Es hat aber immer wieder Bekundungen der zuständigen Stadträtin Christiane Heiß von den Grünen gegeben, sich für das Anlegen dieser neuen Radwege im Bezirk einzusetzen.“

Der CDU-Verordnete Hagen Kliem fügt hinzu: „Angesichts der herrschenden Personalknappheit in der Verwaltung und der sehr realen Gefahr, dass diese Verkehrseinrichtungen vor Gericht krachend scheitern, ist es nur konsequent und geboten, solche Bemühungen unverzüglich einzustellen.“

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