Für die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg steht außer Frage, dass auch eine Nachverdichtung, das heißt unter anderem die Bebauung freier Flächen im Bereich bereits bestehender Wohnbauten oder das Aufstocken derselben, hilft, neuen Wohnraum zu schaffen.
Eine Nachverdichtung darf aber nur im engen Austausch mit betroffenen Anwohnern unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse erfolgen.

Die CDU-Fraktion fordert daher in einem Antrag für die Bezirksverordnetenversammlung am 6. April 2022, das in der Diskussion stehende Wohnbauprojekt des landeseigenen Wohnungsbauunternehmens Degewo an Beyrodtstraße, Welterpfad und Kaiserallee in Marienfelde nur dreistöckig zu verwirklichen.

Dazu erklärt der Christdemokrat Alexander Schie, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung:
„Die Degewo plant hier ein vierstöckiges Gebäude, was die Anwohner entschieden ablehnen, weil sie dann in ganztägig verschatteten Wohnungen leben müssten. Auf einer Einwohnerversammlung ist aber auch deutlich geworden, dass die Nachbarn einem dreistöckigen Haus durchaus zustimmen würden.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Dittmar ergänzt:
„Auch das Bezirksamt hat unlängst die Planungen der Degewo für ein vierstöckiges Gebäude negativ beschieden. Da die Wohnungsbaugesellschaft dagegen Einspruch erhoben hat, ist nach der Berliner Bauordnung nun die Senatsverwaltung für die Genehmigung des Projekts zuständig.“

Die CDU-Fraktion will mit ihrem Antrag erreichen, dass sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gegenüber der Degewo und der Senatsverwaltung mit Nachdruck für eine dreistöckige Ausführung des Vorhabens einsetzt.

Alexander Schie:
„Wir erwarten einen Bericht über erfolgte Gespräche und den Sachstand
bis zum 20. April.“

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