Auf die Öffnung der Spielplätze haben sich die Bürgermeister aller zwölf Bezirke am 23. April geeinigt. Das Gesundheitsamt steht dem kritisch gegenüber und verweist darauf, dass diese Einigung nicht verbindlich sei und die Schließungsverfügung des Gesundheitsamtes bis zum 3. Mai 2020 nicht aufheben könne.

Oftmals noch zu leichtfertiger Umgang mit der Pandemie

Die CDU-Verordnete Britta Schmidt-Krüger, Mitglied der Spielplatzkommission im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und selbst Erzieherin, sagt, sie gönnte es Kindern von Herzen, wieder draußen und mit Gleichaltrigen spielen zu dürfen. Doch leider sei es dafür noch viel zu früh. „Weil viele zu leichtfertig mit der Pandemie umgehen und sich nicht an die Regeln halten“, so Britta Schmidt-Krüger.
Die Politikerin meint, dass Jugendliche und junge Erwachsene, die sich gerne auf Spielplätzen träfen, die Rücksichtnahme schnell vergäßen. Abgesehen davon, so die Vertreterin der Unionsfraktion, könne auf Spielplätzen der von Virologen empfohlene Mindestabstand nur schwer eingehalten und Desinfektionsmittel nicht bereitgehalten werden. „Ich wäre vorsichtig und würde noch mindestens den Mai abwarten“, sagt Britta Schmidt-Krüger.

Öffnung nicht der richtige Weg

Die Öffnung von Spielplätzen jetzt sei „nicht der richtige Weg“, meint auch der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Harald Sielaff. Er fühle sich an die von Bundeskanzlerin Angela Merkel befürchteten „Öffnungsdiskussionsorgien“ erinnert. Jede Lockerung müsse wohl durchdacht und behutsam vorgenommen werden.

Vorsprung nicht verspielen##

Beide CDU-Politiker plädieren für Zurückhaltung. Zu viel stehe auf dem Spiel. Die Pandemie verlaufe hierzulande recht glimpflich. „Das dürfen wir nicht verspielen“, sagen Britta Schmidt-Krüger und Harald Sielaff.

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