„Es sollte lediglich rechtlich geprüft werden, ob zwei von der CDU vorgeschlagene Orte überhaupt nach David Bowie benannt werden können. Die Kreuzung Grunewald-, Langenscheidt- und Hauptstraße oder die Grünanlage neben der Bar Train. Es wäre noch nichts festgeschrieben worden“, erläutert der CDU-Bezirksverordnete Patrick Liesener, zugleich kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion, den Antrag der Christdemokraten, der vor Ostern im Kulturausschuss zurückgewiesen worden ist. 

Bowie erlaubt Ausnahme von der Geschlechterquote

Patrick Liesener bedauert die eindimensionale Haltung von Rot-Rot-Grün: „Als wichtigsten Grund für eine Ablehnung die Tatsache anzuführen, dass Bowie keine Frau gewesen sei, ist ziemlich dürftig. Dabei hat sich gerade dieser Künstler den Geschlechternormen entzogen. Selbst die Abgeordnete Catherina Pieroth-Manelli von den Grünen hat geäußert, ein Fall wie Bowie erlaube auch eine Ausnahme von der Geschlechterquote. Ihre eigene BVV-Fraktion scheint sie damit leider nicht überzeugt zu haben.“

CDU bleibt gesprächsbereit

Die CDU-Fraktion bleibt gesprächsbereit, sollte es andere Ortsvorschläge in der Nähe seines ehemaligen Wohnortes in der Schöneberger Hauptstraße 155 geben, um ihn zu würdigen.
1976 hatte sich David Bowie inkognito nach West-Berlin zurückgezogen. Am Ende blieb er drei Jahre, weil ihn die halbierte Metropole verzauberte. Der Musiker schöpfte so viel kreative Kraft aus der Stadt, dass er drei Alben komponierte, darunter "Heroes", ein Meilenstein der Rockgeschichte.

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