Ihr sportpolitischer Sprecher, Alexander Schie, hat deshalb beim Bezirksamt nachgehakt und wundert sich über die Antwort:
„Aus ihr geht hervor, dass die Senatsverwaltung einen Projektantrag im Programm des Bundes ,Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur‘ zur Sanierung des Kombibades am Ankogelweg gestellt hat. Beantragt wurde die maximale Fördersumme, die der Bund auf sechs Millionen Euro festgelegt hat. Beim Ankogelbad ist aber inzwischen ein Sanierungsbedarf von rund 30 Millionen Euro aufgelaufen. Woher also sollen die restlichen 24 Millionen herkommen? Bislang hörte man immer nur, dass dafür kein Geld da sei. Wie soll das Bad dann überhaupt saniert werden? Will man hier wieder nur notdürftig nachbessern?“

Weiter führt der Sportpolitiker aus:
„Ich frage mich, warum gerade jetzt ein solcher Antrag gestellt wird. Der rot-grün-rote Senat bereitet einen Nachtragshaushalt vor. Wenn die SPD es mit dem Neubau eines Multifunktionsbades am Standort Ankogelweg tatsächlich ernst meinte, würde man keine Anträge für eine Sanierung stellen.“

Der Vorsitzende der Christdemokraten in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Daniel Dittmar, ergänzt:
„Die Haltung der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg bleibt klar: Wir halten am Neubau des Multifunktionsbades fest, nicht zuletzt, weil unter anderem die Vereine Planungssicherheit brauchen. Gegenteilige Signale führen zu noch mehr Verunsicherung und weniger Vertrauen in die Versprechen an die Schwimmerinnen und Schwimmer.“

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