„Was für eine Eulenspiegelei“, urteilt Ralf Olschewski, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der christdemokratischen Fraktion, über die Anlage. Diese steht direkt neben dem Spielplatz am Hans-Rosenthal-Platz, auf Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksgrund. Auf der Seite zum Spielplatz befindet sich ein abschließbares WC mit Wickeltisch. So weit so gut. Doch auf den Platz ausgerichtet und vom schräg gegenüberliegenden Lokal und von Wohnungen in Schöneberg aus bestens einzusehen sind die beiden Urinale.

Schöneberg ist nicht zuständig, aber betroffen

„Unser Bezirk ist zwar nicht zuständig, aber davon betroffen“, so Ralf Olschewski. „Dieser Zustand ist nicht haltbar und führt gewiss von Frühjahr bis Herbst immer wieder zu Beschwerden der Anwohner“, ist der christdemokratische Politiker aus Schöneberg überzeugt. Medienberichten zufolge, so Ralf Olschewski, gebe es ein vergleichbares Problem mit halbverdecktem Pissoir auch am Weddinger Leopoldplatz. „Dort soll jetzt eine Sichtschutzwand davorgesetzt werden, die vandalismussicher ist“, weiß Ralf Olschewski.

Kooperation der Bezirke ist gefragt

Nach dem von der CDU initiierten Beschluss, gegen den nur die FDP-Verordneten votierten, soll das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nun gemeinsam mit den Kollegen aus Charlottenburg-Wilmersdorf und weiteren zuständigen Stellen nach einer Lösung des Problems suchen. „Eine unfreiwillige Einsicht auf das Geschehen in der WC-Anlage muss verhindert werden“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag