Unhaltbarer Zustand

Für die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg ist das ein unhaltbarer Zustand. „Die Absperrung der oberen Anlagenbereiche hat zum Verlust der sozialen Kontrolle geführt“, urteilt Ralf Olschewski, in der Unionsfraktion für Stadtentwicklungspolitik zuständig. „Der Schaden wird immer größer“, so Olschewski.
Die Folgen seien deutlich sichtbar, sagt der Politiker: Vandalismus und ein zunehmender Verfall der 1954 eröffneten Gesamtanlage mit Freilichtbühne, Rodelbahn und Spielplatz. Außerdem sei der auf dem Gipfel der 73 Meter hohen künstlichen Erhebung als Denkmal für die Opfer von Krieg und Unterdrückung aufgestellte Findling beschmiert. "Es würden auch Brände in den abgesperrten Bereichen der Anlage gemeldet", so Ralf Olschewski. „Das ist nicht hinnehmbar.“

Initiative der CDU: Bezirksamt soll Instandsetzung in Angriff nehmen

Auf Initiative der CDU hat die Bezirksverordnetenversammlung im Juni das Bezirksamt per Beschluss aufgefordert, umgehend die Wege auf der Marienhöhe zumindest provisorisch instandzusetzen, und es mit der Prüfung beauftragt, wie die Marienhöhe für die Anwohner wieder zu einem sicheren Ort werden kann.

Nach Auffassung der Unionspolitiker sollten die Wege zum Gipfel besser gesichert sein, sogenannte Parkläufer zum Einsatz kommen und Mitarbeiter des Außendienstes des Ordnungsamtes dort verstärkt kontrollieren.

„Am Gedenkstein müssen die Schmierereien beseitigt und der Platz in seinen vorherigen Zustand wiederhergestellt werden. Das heißt, der Müll muss beseitigt und die Sitzbänke erneuert werden“, fügt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Daniel Dittmar hinzu. "In alle Verfahrensschritte seien die Anwohner einzubeziehen und regelmäßig zu informieren", so Dittmar.

Marienhöhe wartet weiter auf Veränderungen

„Zwei Monate sind verstrichen, und noch immer ist nichts erkennbares geschehen“, kritisiert der CDU-Verordnete Ralf Olschewski. „Wir fordern das Bezirksamt auf, endlich zu handeln!“

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