Der entsprechende Beschluss muss durch die Bezirksverordnetenversammlung am 15. Mai 2019 bestätigt werden, was aufgrund der Einstimmigkeit im Ausschuss allerdings als reine Formsache angesehen werden darf.

Mit der von der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg initiierten Anregung reagieren die Bezirksverordneten auf einen Besuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem für Tempelhof-Schöneberg direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak beim Mann-O-Meter e.V. am Montag dieser Woche. Dabei wurde bekannt, dass bei dem niedrigschwelligen Testangebot auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten im Schöneberger Regenbogenkiez eine immer größer werdende Unterversorgung existiert.

steigendes Interesse an Tests

Allein Mann-O-Meter, Berlins schwuler Checkpoint, musste im Jahr 2018 aus Kapazitätsgründen 261 Testsuchende abweisen und in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 konnten bereits 103 Personen die gewünschten Tests nicht vornehmen lassen. Hieran lässt sich ein steigendes Interesse an diesem Angebot deutlich ablesen.

„Diese Tendenz ist erfreulich, das Wissen um eine eigene Infektion vermindert das Risiko der Weitergabe an andere. Daher muss auf das gestiegene Interesse an Testungen dringend mit einer Ausweitung des Angebots reagiert werden. Ich würde mich freuen, wenn der BVV-Beschluss dazu beitragen könnte, dass sich diese Erkenntnis auch bei der Gesundheitssenatorin durchsetzt, denn bislang verweigerte sie sich offenbar dem Gesprächswunsch des Mann-O-Meter e.V.“, so Matthias Steuckardt, Vorsitzender der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Beschlussempfehlung FQI-Ausschuss

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