In einem Antrag aus dem November 2019 hatten die Christdemokraten das Bezirksamt aufgefordert, für eine neue Verwendung des seit geraumer Zeit ungenutzten Tribünenhaus mit seinem Festzentrum eine Ideenwerkstatt anzustoßen. Seit Januar 2020 stand der Antrag auf der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses. Bis zu seiner nun erfolgten Ablehnung wurde er mehrfach vertagt.

Bezirk kann sich Leerstand nicht leisten

Dazu erklärt der wirtschafts- und sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Hagen Kliem: „Das ist ein seltsames Fremdeln von Grünen und Sozialdemokraten mit dieser Idee, das Tribünenhaus wiederzubeleben. Können wir es uns denn leisten, ein so großes Gebäude nicht zu nutzen, während wir für anderes händeringend Räumlichkeiten suchen?“
Weiter führt der christdemokratische Bezirksverordnete aus: „Tribünenhaus und Festzentrum waren früher ein gesellschaftlicher Anziehungspunkt und könnte es nach Corona angesichts eines sich stark entwickelnden Wohnumfeldes als Kongress- und Veranstaltungsort, Bildungs- und Kulturstandort wieder werden.“ Wir sind mit dem Eigentümer zu den Überlegungen in gutem Austausch, so Hagen Kliem.

Tribünenhaus als Corona-Testzentrum

Der Politiker aus dem Bezirkssüden hätte auch eine Idee, wie das Tribünenhaus in Zeiten der Pandemie übergangsweise genutzt werden könnte: als Corona-Testzentrum. Hagen Kliem: „Das wäre sehr praktisch für die Bewohner im Süden unseres Bezirks und die Firmen sowie deren Mitarbeiter des angrenzenden Gewerbegebiets.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag