Patrick Liesener, Bezirksverordneter der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, erklärt: „Unser Bezirk wird durch achtlos weggeworfene Zigaretten vermüllt. Dies lässt sich beispielsweise an zahlreichen Bushaltestellen bis hin zu den Treppenstufen des Rathauses Schöneberg beobachten.
Da uns die personelle Situation in den Ordnungsämtern bekannt ist, schlagen wir einen abgestimmten Aktionstag vor. Auf diese Weise soll an einem Tag möglichst sicht- und spürbar gegen Kippensünder vorgegangen und ein Problembewusstsein unter den Tempelhof-Schönebergern geschaffen werden.“

Filtergifte sickern ins Grundwasser

Jede Verwarnung, die das nicht ordnungsgemäße Entsorgen von Zigaretten-Kippen betrifft, soll zudem statistisch erfasst werden. Eine Statistik, wie viele Bußgelder wegen unerlaubten Wegwerfens von Kippen im Bezirk ausgesprochen wurden, wird bisher nicht geführt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Zahl nicht allzu hoch sein dürfte.

Das Verwarnungsgeld soll von 25 Euro auf 50 Euro angehoben werden.

Die Senatsverwaltung für Umwelt warnt bereits vor den Folgen. „Die Filter sind mit giftigen und Krebs erzeugenden Substanzen in hoher Konzentration angereichert“, heißt es in der Antwort der Umweltverwaltung an die Berliner Morgenpost. Neben Nikotin beinhalten die weggeworfenen Filter auch Arsen, Blei, Kupfer und andere Schwermetalle. Regnet es, werden die Stoffe ausgewaschen und können sogar ins Grundwasser gelangen.

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