Der entsprechende Antrag der Christdemokraten wurde in der BVV-Sitzung am 17. Februar 2021 beschlossen. Die Grünen stimmten erwartungsgemäß dagegen, die SPD enthielt sich.

Moratorium gegen verkehrspolitischen und wirtschaftlichen Kahlschlag

„Wir haben ein Moratorium geschaffen. Wir verhindern so eine überhastete Umsetzung des geplanten massiven Umbaus des Te-Damms, bei dem 300 Parkplätze zugunsten von fast 3 Meter breiten geschützten Fahrradstreifen in beide Fahrtrichtungen wegfallen sowie riesige Parkraumbewirtschaftungszonen in Tempelhof bis in die Schöneberger Lindenhofsiedlung eingeführt werden sollen. Sogar auch die Marienhöhe soll nun davon umfasst werden. All das würde unabsehbare wirtschaftliche und verkehrliche Auswirkungen auf Anwohner, Gewerbetreibende, die Geschäftsstraße Te-Damm und den ganzen Ortsteil insgesamt haben“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar.

Mehr Fragen als Antworten

Zum Thema hatten die christdemokratischen Verordneten außerdem eine Große Anfrage an Stadträtin Christiane Heiß gestellt. „Wir wollten vor allem wissen, wie ihr Zeitplan für den Umbau aussieht, welche Tarifstruktur und Bewirtschaftungszeiten geplant sind, wie viele Anwohner betroffen wären und welche Auswirkungen das Bezirksamt auf den Te-Damm als Einkaufsstraße erwartet. Wir wollten hören, aus welchen Gründen der Tempelhofer Damm als Grenze zwischen zwei unterschiedlichen Parkraumbewirtschaftungszonen festgelegt ist und inwiefern und warum die Lindenhofsiedlung und die Marienhöhe von diesen Planungen betroffen sind“, so der Verkehrsexperte der CDU, Ralf Olschewski.
Dazu erklärt CDU-Fraktionschef Daniel Dittmar: „Die Debatte hat gezeigt, dass das Projekt das Gegeneinander im Verkehr verschärfen und dem ganzen Gebiet nicht gut tun wird. Die CDU lehnt die Planungen daher entschieden ab!“

Das Fahrradnebenroutenkonzept gehört endlich umgesetzt

Daniel Dittmar betont zugleich, seine Fraktion setze sich sehr für einen attraktiven und sicheren Radverkehr ein. „Wir stehen für die Verträglichkeit und ein Miteinander der vielen individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger. Daher setzen wir auf das seit 2014 bestehende Fahrradnebenroutenkonzept. Wir wollen es endlich umgesetzt sehen.“ Doch dieses Konzept, vor Jahren mühsam erarbeitet, wartet gerade in Tempelhof auf seine Realisierung.

Die Debatte wird am 24. März 2021 fortgesetzt. Zur Abstimmung steht dann der Antrag der CDU, statt der dargestellten Planungen, die Realisierung des Fahrradnebenroutenkonzepts in Tempelhof mit Nachdruck voranzutreiben.

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