„Mit unserem Antrag fordern wir Vivantes auf, Ross und Reiter dieser Umzugspläne zu nennen und eine endgültige Entscheidung erst dann zu treffen, wenn Bezirksverordnetenversammlung, Abgeordnetenhaus und Bürger daran beteiligt worden sind.“ Zumindest sollte die Rettungsstelle erhalten bleiben, so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Guido Pschollkowski in seiner Antragsbegründung.

CDU-Antrag zielführender und schärfer

Die Kritik an den Vivantes-Plänen war im Bezirksparlament einhellig. Der CDU-Antrag wäre das richtige Mittel gewesen, um beim Wenckebach-Klinikum noch eine Wende herbeizuführen. „Zielführender und schärfer“, sagt Gesundheitsexperte Guido Pschollkowski.

Willensbekundung an dieser Stelle nicht das beste Instrument

Aufgrund der Mehrheit der rot-grünen Zählgemeinschaft kam der Antrag der CDU jedoch nicht zum Zuge. Politik ist die Kunst des Möglichen und bisweilen auch die Kunst des Kompromisses. „So findet die Dringliche Willensbekundung von SPD und Grünen unsere Zustimmung, auch wenn sie an dieser Stelle nicht das beste Instrument ist“, erklärt der Unionspolitiker Guido Pschollkowski.

Wie will Vivantes Gesundheitsversorgung im Süden gewährleisten?

So liegt der Fokus der Bezirksverordnetenversammlung jetzt auf der Forderung, über den Zeitplan für die Verlagerung aller Tempelhofer WBK-Krankenhausbetten ins Schöneberger Auguste-Viktoria-Klinikum und über die Nachnutzung des Wenckebach rechtzeitig informiert zu werden sowie eine Antwort auf die Frage zu erhalten, wie Vivantes künftig die gesundheitliche Versorgung in den südlichen Ortsteilen des Bezirks gewährleisten will.

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