Denn in Tempelhof-Schöneberg wurde noch immer keine Trauerfeier für Menschen veranstaltet, die, wie es in Amtsdeutsch heißt, „ordnungsbehördlich bestattet“ werden mussten.

Ämter veranstalten keine Trauerfeiern

„Auch in unserem Bezirk sterben immer mehr Menschen einsam. Sie haben keine Angehörigen, oder diese können nicht ausfindig gemacht werden. Sind die Verstorbenen mittellos, werden sie von Amts wegen bestattet. Die Behörden veranstalten aber keine Trauerfeiern“, erläutern die Christdemokraten Patrick Liesener und Hagen Kliem, die den Antrag 2019 in die BVV eingebracht haben.

Aufgabe der Stadtgesellschaft

„Es ist nach unserer Auffassung Aufgabe der Stadtgesellschaft zu zeigen, dass wir füreinander da sind, indem wir für diese einsam Verstorbenen einen würdevollen Abschied gestalten“, meinen Patrick Liesener und Hagen Kliem.
„Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, dass das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg noch nicht tätig geworden ist“, so Patrick Liesener. Wie es selbst in Coronazeiten funktioniere, zeigten die Bezirke Mitte und Reinickendorf. In den beiden Bezirken sind solche Feiern bereits 2019 abgehalten worden.
Patrick Liesener: „Im Reinickendorfer Ortsteil Hermsdorf fand die Trauerfeier sogar trotz Pandemie statt, eben ohne Publikum. Die Veranstaltung am 17. Januar wurde gefilmt und kann auf Youtube angesehen werden. Digital Abschied nehmen zu können ist besser, als wenn gar nicht Anteil genommen werden kann. Das muss auch in unserem Bezirk möglich sein.“

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