Der Mangel an Hundeauslaufplätzen liegt nicht so sehr an fehlenden Flächen. Anderswo wurden sie gefunden. Friedrichshain-Kreuzberg oder Pankow sind hier Vorreiter: Sie haben für den Zweck Brachen, selbst wenn sie nicht sehr groß sind, einfach eingezäunt. In Friedrichshain-Kreuzberg gibt es derzeit sieben Hundeauslaufplätze. Und in Tempelhof-Schöneberg? Weit weg von einer entsprechenden Anzahl.

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Olschewski, führt näher aus:
„In Tempelhof-Schöneberg existiert ein Hundeauslaufplatz auf dem Tempelhofer Feld, ein weiterer ist im Kleistpark geplant. Das Areal des Vereins der Inselhunde Schöneberg an der Ella-Barowsky-Straße in Schöneberg ist demnächst leider Geschichte. Das ist viel zu wenig! Wie der Blick auf andere Bezirke gezeigt hat, können die Interessen der Hundebesitzer durchaus berücksichtigt werden.“

In der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg verfestigt sich der Eindruck, dass das grün-rot dominierte Bezirksamt kein Freund von Hundeauslaufanlagen ist. Zu dem vor mehr als zwei Jahren gefasste BVV-Beschluss eines CDU-Antrags, bis zum Sommer 2021 geeignete Gebiete im Bezirk festzulegen und bis Ende 2021 eine Umsetzungsplanung für zusätzliche Hundeauslaufplätze im Bezirk vorzulegen, existiert bis heute keine Mitteilung zur Kenntnisnahme. Auch eine mündliche Anfrage aus dem Juni 2021 und eine kleine Anfrage vom Oktober 2022 erbrachten kein anderes Bild.

Ralf Olschewski:
„Ein Wegducken und Ignorieren hilft nicht, dieses wachsende Problem aus der Welt zu schaffen.“

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